
Am 17.03.2006 war der verkehrs- und umweltpolitische Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, Boris Palmer zu Gast in Karlsruhe. Zunächst führte Gisela Splett, Kandidatin in Karlsruhe Ost, durch die aktuelle Situation in Sachen Verkehr in Karlsruhe.
Beim Thema ÖPNV verwies Gisela Splett darauf, dass Karlsruhe zwar gut mit der Region vernetzt sei, aber nicht jedes ÖPNV-Projekt ihre Zustimmung finde. Die Untertunnelung der Kaiserstraße kritisierte sie mit der Begründung, dass eine Entzerrung des öffentlichen Nahverkehrs auf der Kaiserstraße auch durch Schienen auf der Kriegsstraße zu erreichen sei. Die eingesparten Gelder würden an anderer Stelle im ÖPNV dringender benötigt.

Gisela Splett warnte außerdem vor den Folgen, die die zweite Rheinbrücke in der Nordvariante mit sich bringen würde. Die Nordtangente wäre dann nicht mehr abwendbar und der Hardtwald, ein wichtiges zusammenhängendes Ökosystem der Region, würde unwiederbringbar verschwinden.

Boris Palmer kritisierte zunächst die Arbeit der schwarz-gelben Landesregierung, insbesondere in den Punkten Einbürgerungstest und der Forderung nach Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke.
Verkehrspolitisch forderte er, die Weichen hin zum öffentlichen Nahverkehr zu stellen, anstatt weiterhin die Mittel für Straßenbau ständig zu erhöhen. Dabei sprach er sich gegen eine zu starke Konzentration der Förderung des öffentlichen Verkehrs auf einzelne Projekte aus, deren Nutzen mehr als umstritten sind. Als Beispiel hierfür nannte er Stuttgart 21, das mit ca. 3 Milliarden Euro zu Buche schlägt.
Abschließend kritisierte Boris Palmer, dass jeder Flug ab Söllingen mit ca. 10 Euro subventioniert wird und sprach sich gegen Subventionen im Flugverkehr aus.









