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Kreisverband Karlsruhe Die Grünen in Karlsruhe

Mit Energie Zukunft gestalten

 

Energie wollte Trittin auch den beiden Landtagskandidatinnen mitgeben, zu deren Unterstützung er nach Karlsruhe gekommen war: "Es ist wichtig, dass Nordbaden gut in Stuttgart vertreten ist, deshalb hoffe ich, dass Karlsruhe diese beiden kompetenten Grünen Kandidatinnen nach Stuttgart schickt" meinte er.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In seiner mitreißenden Rede attackierte er die Atom-Lobby, die nur dann wirtschaftlich Strom produzieren könne, wenn sie massiv subventioniert wird. "Die Hersteller regenerativer Energien würden der Regierung auf Knien danken, wenn sie nur ein Bruchteil der Subventionen bekämen, die in die Atomenergie geflossen sind und noch immer fließen" betonte er. Als Beispiel nannte er die halbe Milliarde Euro, die die CDU/SPD-Mehrheit im Haushaltsausschuss des Bundestags für den Rückbau der Wiederaufarbeitungsanlage im Forschungszentrum Karlsruhe bewilligt hat.

 

 

 

 

Statt auf Atomenergie sollte Deutschland auf alternative Energien setzen. "Wir haben hier die Technologieführerschaft, die wir unter Schwarz-Gelb verloren hatten, unter Rot-Grün wieder gewonnen. Wenn man bedenkt, dass allein der riesige, wachsende und energiehungrige Markt China bis zu Jahr 2010 nur zwei Atomanlagen mit einer Kapazität von je einem Gigawatt errichten, bis dahin aber das dreißigfache, nämlich 60 Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energien zusätzlich produzieren will, müsste klar sein, wo die Märkte liegen."

 

 

 

 

 

"Wahlkampf macht mir Spaß", vertraute er hinterher einer Wahlhelferin an. "Man erfährt, was die Leute bewegt und kann über viele unterschiedliche Dinge diskutieren." Die Fragen aus dem Publikum am Ende seiner Rede beschränkten sich dann auch nicht auf Umwelt- und Energiepolitik. Vom Einsatz deutscher Soldaten im Kongo bis zu Genmaisversuchen auf den Feldern reichte die Palette der Themen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Infostand der Grünen auf dem Markplatz wurde während Trittins Rede schon mal der Atomausstieg vollzogen: die Atomkraftwerke aus Keksen, Waffelröllchen und Schaumküssen ließen sich durch Aufessen ganz gefahrenlos abschalten. Wenn nur in der Politik alles so einfach liefe...!

 

 

Im Anschluss an seine Rede fuhr Trittin nach Ettlingen und besuchte dort den im Herbst neu eröffneten Weltladen. Er hob die Wichtigkeit und weiter wachsende Bedeutung des fairen Welthandels hervor. Danach stellte er sich den Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger auf dem Ettlinger Marktplatz.