Atominfos, -Termine und Aktionen
Teilweise Freisprüche erreicht!
Prozesse gegen AKW-GegnerInnen wegen Protestaktion gegen
den Transport von hochradioaktivem Atommüll von der
ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe
nach Lubmin gehen weiter!
Der erste NTB-Strafprozess wegen angeblichem Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte
bei der Nachttanzblockade am Donnerstag, 2.2.2012 endete mit "20
Tagessätzen auf Bewährung" oder exakt heißt dies: Verwarnung mit
Strafvorbehalt. Das heißt, wenn 1 Jahr nichts mehr vorfällt, muss die
Strafe nicht bezahlt werden. (Der Strafbefehlsantrag war über 60
Tagessätze à 30 €). Es wurde vorsorglich Rechtsmittel eingelegt.
Beim zweiten NTB-Strafprozess wegen angeblichem Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte und Beleidigung
am Dienstag, 7.2.2012 wurde über einen Strafbefehlsanstrag über insgesamt
80 Tagessätze à 50 € (insgesamt als 4000,00 €) verhandelt.
(60 Tagessätze wg Widerstand und 40 Tagessätze wegen Beleidigung).
Es ist erfreulicherweise gelungen, wegen Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte einen Teil-Freispruch zu erzielen.
Im Ergebnis kam es dann zu einer Verurteilung wegen Beleidigung,
und zwar zu 20 Tagessätzen, da 4 Polizeibeamte gleich ausgesagt haben.
Der Angeklagte hat den Beleidigungsvorwurf in dieser Form bestritten...
Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Berufung eingelegt, dh. auch
dieses Verfahren geht in die zweite Runde.
Es geht also weiter.
Die nächsten Verfahren sind nunmehr am
x Freitag,24.2.2012, 9.20 Uhr, AG KA, S II
wg OWI NTB
x Freitag, 16.3.2012, 10.30 Uhr, AG KA, S I,
wg Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, NTB
x Montag, 23.4.2012, 10.00 Uhr, AG KA,
wg Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte,u.a., OWI, NTB
Hingehen lohnt sich! Zum einen, weil dies eine moralische Unterstützung unserer Leute wäre, zum zweiten, weil wir damit zeigen könnten, dass wir uns nicht einschüchtern lassen und ausserdem ist es sicher auch sehr interessant.
Prozesse zu Bußgeldbescheiden wg. der Nachttanzblockade 5.und 6.7.
Prozesse gegen AKW-GegnerInnen wegen Protestaktion gegen den Transport von hochradioaktivem Atommüll von der ehemaligen Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe nach Lubmin gehen weiter!
Ab 2. Februar finden nun die ersten 3 Verfahren wegen angeblichen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gegen AKW-GegnerInnen, die bei der friedlichenProtestaktion von der Polizei weggetragen wurden, statt
Amtsgericht Karlsruhe, Schlossplatz 23, am· Donnerstag, 2.2.2012, 13.30 Uhr, AG Karlsruhe, Saal IV· Dienstag, 7.2.2012, 13.30 Uhr, AG Karlsruhe, Saal I· Freitag, 16.3.2012, 10.30 Uhr, AG Karlsruhe, Saal I statt.Mit diesen Verfahren versucht die Staatsanwaltschaft und die AbteilungStaatsschutz der Kriminalpolizei den Straftatbestand "Widerstand gegenVollstreckungsbeamte" auszuweiten.Strafbar soll es nach Auffassung von Staatsanwalt Walter bereits sein,wenn einer beim Wegtragen "zappelt", nachdem ihm die Polizeikräfteschmerzhaft die Arme verdreht haben.Ziel ist es offenbar, die Teilnahme an friedlichen Sitzblockaden, die nachAuffassung des Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe von derVersammlungsfreiheit gedeckt ist, auf diesem Wege zu kriminalisieren, umAKW-GegnerInnen einzuschüchtern.Angeklagt sind wir alle!Die Betroffenen brauchen unsere Solidarität!Wie bereits mehrfach berichtet, hat die Stadt Karlsruhe Bußgeldbescheidegegen 44 von 700 Teilnehmenden an der Protestaktion gegen denTransport von hochradioaktivem Atommüll von der ehemaligenWiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) nach Lubmin quer durch KarlsruherWohngebiete auf S-Bahn-Gleisen verhängt. Trotz einer breiten Unterstützung derForderung nach Einstellung aller Verfahren und Rücknahme der Bußgeldbescheide,und obwohl die meisten der Gerichtsverfahren wegen Bußgeldbescheiden inzwischen eingestellt worden sind, hält die Stadt Karlsruhe weiteran ihren Bußgeldverfahren fest.Auch das Verfahren am 25.1. wurde inzwischen zu Lasten der Staatskasseeingestellt.Die Bußgeldverfahren wegen angeblichem Verstoß gegen dasVersammlungsgesetz, bei denen die Betroffenen anwaltlich vertreten waren, wurdenbislang alle eingestellt.Wir sind weiter der Meinung, dass diejenigen, die sich im Rahmen ihreszivilgesellschaftlichen Engagements an der Nachttanzblockade gegen denAtommülltourismus von hochradioaktiven Atommüll quer durch Deutschland undauf Straßenbahnschienen mitten durch Wohngebiete beteiligt haben, nicht mitBußgeldbescheiden und Strafverfahren verfolgt und bestraft werden dürfen.Die Einstellung der Verfahren zeigt deutlich, dass sie vor allem darauf zielen,AtomkraftgegenerInnen einzuschüchtern.Gesellschaftlicher Protest gegen solche Transporte muss in einer Demokratie ohneSanktionen möglich sein, zumal dieser Transport gegen das Atomgesetz verstoßenhaben dürfte, da die Unterbringung des Atommülls in Lubmin nicht dem Stand vonWissenschaft und Technik entspricht. In Karlsruhe lag der Atommüll wenigstenshinter 1,80 m dicken Betonmauern, in Lubmin beträgt die Wandstärke lediglich35 cm und bietet noch nicht einmal Schutz gegen einen Flugzeugabsturz!Gerade auch der Transport von hochradioaktivem Atommüll durch Wohngebietebirgt ein hohes Risiko für die an der Strecke lebenden Menschen und im Übrigenauch für die den Transport begleitenden Polizeikräfte. Es gibt auch hier keine absolute Sicherheit!Der Atomunfall in Fukushima mit seinen dramatischen Auswirkungen für dieMenschen in der gesamten Region hat leider unsere Befürchtungen über dieAuswirkungen eines nuklearen Unfalls - 25 Jahre nach Tschernobyl - mehr alsbestätigt. Die Menschen in der Region Fukushima und Tschernobyl wären heutefroh, wenn sich mehr Menschen gegen diese Atomanlagen zur Wehr gesetzthätten! Inzwischen wissen wir, dass die Katastrophe in Fukushima nach wie vorim Gange ist, auch wenn nicht mehr darüber berichtet wird. In der USA waren imSommer 2011 zwei Atomkraftwerke von Überflutung bedroht, dasAtomforschungszentrum Los Alamos, in dem auch große Mengen von Plutoniumgelagert werden, (und in dem die erste Atombombe entwickelt wurde), war vonriesigen Waldbränden bedroht, so dass weit über 10.000 Menschen evakuiertwerden mussten. Eine Katastrophe wie in Fukushima konnte nur knapp vermiedenwerden.Trotzdem ist die Bunderegierung skandalöserweise weiter bereit,Hermestransportbürgschaften in Milliardenhöhe für neue Atomkraftwerke, wieAngra III in Brasilien, zu gewähren.Außerdem soll im Institut für Transurane (ITU) im KIT Nord, auf dem Geländedes ehemaligen Kernforschungszentrums Karlsruhe, in einem neu zu errichtendenGebäude an Brennelementen für die 4. Generation von Atomkraftwerken geforschtwerden. Es ist zu erwarten, dass dann regelmäßig plutoniumhaltige "Brennstäble"im Maßstab 1 zu 10 durch Karlsruhe zur Wiederaufarbeitungsanlage Marcoule inFrankreich und wieder zurückgebracht werden müssen!Lasst Euch nicht hinters Licht führen!Auch nach dem sogenannten "Ausstiegsbeschluss" ist ein Ende derAtomenergienutzung und die Abschaltung aller Atomanlagen in keinster Weise inSicht - wenn wir es nicht durchsetzen!Ab 2. Februar finden nun die ersten 3 Verfahren wegen angeblichen Widerstandgegen Vollstreckungsbeamte gegen AKW-GegnerInnen, die bei der friedlichenProtestaktion von der Polizei weggetragen wurden, statt.
Montag, 21.11.11, 17.00 - 20.00 Uhr
Abschluss der Mediation Institut für Transurane (ITU)
Rheinhalle in Leopoldshafen
>> Infos zur Mediation und >>Hintergrundinfos und GRÜNE-Position zum ITU







